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FINANZWISSEN · RECHT & ALLTAG

🇦🇹 Österreich
Was ändert sich?

Was sich bei Geld, Arbeit, Wohnen, Konsum und digitalen Diensten ändert – verständlich erklärt und mit Quellen belegt.

Grundrecherche 14.10.2026 · Ergänzungen 16./24.10.2026 · gezielte Nachprüfung 25.10.2026 · 29 Themen

Franky und Milo erklären Wissen mit Büchern und geordneten Unterlagen
MR.INCOME · Franky, Sabine & Milo · Comic-Themenbild
Gilt bereitsBeschlossen · Start späterGeplant · noch offen

Themen im Überblick

  1. Sozialhilfe: Reform vorgestellt – geltende Regeln getrennt prüfen
  2. Einkommensteuer: Tarifgrenzen 2027
  3. Überstundenzuschläge: geringere Befreiung
  4. Familienleistungen: keine Inflationsanpassung
  5. Familienbonus Plus: neue Aufteilung
  6. Telearbeit und Arbeitsplatz: Pauschalen entfallen
  7. Gewinnfreibetrag und Immobilienverkäufe
  8. Pensionsanpassung 2027
  9. Korridorpension: späterer Antritt
  10. Teilpension: weniger arbeiten und Pension beziehen
  11. Arbeitslosengeld: geringfügiger Zuverdienst
  12. Mieten: Erhöhungsgrenzen und Befristung
  13. Energieausweis: mehr Angaben bei Vermietung
  14. Strom-Sozialtarif für berechtigte Haushalte
  15. Paketsteuer für große Versandhändler
  16. Verbraucherkredite und Ratenkauf
  17. Recht auf Reparatur
  18. Pickerl: längere Prüfintervalle
  19. Private Nutzung elektrischer Firmenwagen
  20. E-Scooter: Ausrüstung und Alkoholgrenze
  21. Krypto: Transaktionsdaten werden gemeldet
  22. Einweg-E-Zigaretten und Nikotinprodukte
  23. Elektronischer Eltern-Kind-Pass
  24. Unterstützungsfonds für Alleinerziehende
  25. Entgelttransparenz: Umsetzung noch offen
  26. Videoplattformen: Schutz unter 14-Jähriger
  27. Aktivpension: kundgemacht, Start 2027
  28. Digitale Kassenbelege: Papier bleibt möglich
  29. Schmutzzulage: Klarstellung für 2027 geplant

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Sozialhilfe: Reform vorgestellt – geltende Regeln getrennt prüfen
GeplantEntwurf vom 22. Oktober 2026; Umsetzung noch offen· Sozialhilfe & Grundsicherung

Österreichs neue Reformmeldung ist eingeordnet. Die geltenden Voraussetzungen und den angekündigten Entwurf erklärt die neue Vergleichsseite getrennt.

Neue Einordnung · 24.10.2026
Die Staatsangehörigkeit oder ein einzelner Monatsbetrag reichen zur Anspruchsberechnung nicht aus. System, Haushalt und anrechenbare Mittel sind entscheidend.

Einkommensteuer: Tarifgrenzen 2027
Beschlossen1. Jänner 2027· Steuern

Die veröffentlichte Inflationsanpassungsverordnung erhöht die maßgeblichen Grenzen um 2,2666 %. Für 2027 nennt sie 13.846 €, 22.491 €, 37.285 €, 71.960 € und 107.236 €. Die Grenzsteuersätze bleiben in diesen Stufen 0 %, 20 %, 30 %, 40 % und 48 %; darüber gelten bis eine Million Euro 50 % und darüber befristet 55 %. Die Verordnung ist bei späteren gesetzlichen Änderungen erneut abzugleichen.

Was bedeutet das im Alltag?
Die Grenzen betreffen das steuerpflichtige Jahreseinkommen, nicht das Bruttogehalt. Nur der jeweilige Einkommensteil wird zum Steuersatz seiner Stufe besteuert.

Überstundenzuschläge: geringere Befreiung
Beschlossen1. Jänner 2027· Arbeit

Die Sonderregelung für 2026 befreit Zuschläge für die ersten 15 Überstunden im Monat, höchstens 170 €, von der Lohnsteuer. Nach derzeitiger Rechtslage gilt ab 2027 wieder die Begünstigung für die ersten zehn Überstunden bis höchstens 120 €. Begünstigt sind Zuschläge im Ausmaß von höchstens 50 % des Grundlohns.

Was bedeutet das im Alltag?
Der Grundlohn der Überstunden bleibt davon getrennt. 50 € weniger steuerfreier Höchstbetrag bedeuten nicht automatisch 50 € weniger netto. Für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit bestehen eigene Regeln.

Familienleistungen: keine Inflationsanpassung
BeschlossenBis Ende 2028· Familie

Die automatische Anpassung von Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Familienzeitbonus, Mehrkindzuschlag und weiteren Familienleistungen bleibt ausgesetzt. Auch der Kinderabsetzbetrag wird bis einschließlich 2028 nicht valorisiert. Das Budgetbegleitgesetz 2027–2028 ist kundgemacht.

Was bedeutet das im Alltag?
Unveränderte Geldbeträge verlieren bei steigenden Preisen an Kaufkraft. Ein Einfrieren ist von einer nominellen Kürzung zu unterscheiden.

Familienbonus Plus: neue Aufteilung
Beschlossen1. Jänner 2027· Familie

Grundsätzlich wird der Familienbonus künftig 75:25 oder 50:50 zwischen den Anspruchsberechtigten aufgeteilt. Die vollständige Zuordnung an eine Person bleibt unter bestimmten Voraussetzungen möglich, insbesondere bei einem Kind unter vier Jahren oder einem erheblich behinderten Kind im Haushalt. Für getrennte Eltern und Unterhaltsfälle gelten besondere Voraussetzungen.

Was bedeutet das im Alltag?
Die günstigste Aufteilung hängt von der Einkommensteuer beider Berechtigten ab. Bei wenig oder keiner Steuer auf einer Seite kann ein Teil der Entlastung ungenutzt bleiben. Der Familienbonus ist keine pauschale Auszahlung.

Telearbeit und Arbeitsplatz: Pauschalen entfallen
BeschlossenAb 2027· Steuern

Das Telearbeitspauschale und das Arbeitsplatzpauschale werden abgeschafft. Das betrifft die entsprechenden steuerlichen Begünstigungen von Arbeitnehmern und Selbstständigen. Andere gesetzlich zulässige Abzüge für berufliche Ausgaben sind davon gesondert zu beurteilen.

Was bedeutet das im Alltag?
Homeoffice-Zahlungen und die Steuerplanung eines Nebengewerbes sollten für 2027 neu geprüft werden. Nicht jede bisherige berufliche Ausgabe verliert automatisch ihre Absetzbarkeit.

Quellen & weiterführende InformationenBMF: Steuermaßnahmen 2027/2028 ↗
Gewinnfreibetrag und Immobilienverkäufe
BeschlossenAb 2027· Steuern

Beim investitionsbedingten Gewinnfreibetrag werden begünstigte Wirtschaftsgüter vorübergehend auf Realinvestitionen beschränkt. Bei pauschal besteuerten Altgrundstücken sinken die angesetzten Anschaffungskosten: im normalen Fall von 86 auf 80 % des Erlöses, im erfassten Umwidmungsfall von 40 auf 30 %. Die Grundstücksänderung erfasst Verkäufe nach dem 31. Dezember 2026.

Was bedeutet das im Alltag?
Das kann bei entsprechenden Grundstücksverkäufen zu einer höheren Steuerbemessungsgrundlage führen. Befreiungen, tatsächliche Kosten und die konkrete Grundstückshistorie müssen separat geprüft werden.

Pensionsanpassung 2027
Beschlossen1. Jänner 2027· Pension

Das relevante monatliche Gesamtpensionseinkommen bis 6.930 € wird um 2,95 % erhöht. Darüber beträgt die Erhöhung 204,44 € monatlich. Die Ausgleichszulagenrichtsätze steigen um 3,3 %. Mehrere relevante Pensionen werden zusammengerechnet; für einzelne Sonderfälle und erstmalige Anpassungen gelten zusätzliche Regeln.

Was bedeutet das im Alltag?
Bei regulär voll anzupassenden 2.000 € Bruttopension ergeben 2,95 % einen Zuwachs von 59 € brutto monatlich. Die Nettoänderung hängt von Abzügen ab.

Quellen & weiterführende InformationenRIS: Pensionsanpassung ↗Parlament: Ausgleichszulagen ↗
Korridorpension: späterer Antritt
Gilt bereitsStufenweise seit 2026, Ziel 2029· Pension

Das früheste Antrittsalter steigt schrittweise von 62 auf 63 Jahre. Gleichzeitig erhöht sich die erforderliche Versicherungszeit von 480 auf 504 Monate, also 42 Jahre. Die konkrete Stufe richtet sich nach dem Geburtsdatum. Schutzbestimmungen können die bisherigen Voraussetzungen erhalten.

Was bedeutet das im Alltag?
Pensionsplanung braucht die persönliche Versicherungszeit und die passende Geburtsjahrgangstabelle. Eine allgemeine Zusage „Pension mit 62“ ist nicht mehr ausreichend.

Quellen & weiterführende InformationenPensionsversicherung: Korridorpension ↗
Teilpension: weniger arbeiten und Pension beziehen
Gilt bereitsSeit 1. Jänner 2026· Pension

Wer einen entsprechenden Anspruch auf Alterspension oder eine erfasste vorzeitige Alterspension hat, kann mit reduzierter Arbeitszeit im Erwerbsleben bleiben und einen Teil der Pension beziehen. Voraussetzung ist unter anderem eine gesetzeskonforme Arbeitszeitreduktion; Abschläge richten sich nach der Pensionsart.

Was bedeutet das im Alltag?
Arbeitszeitvereinbarung, aktuelles Einkommen und spätere Pensionshöhe gemeinsam prüfen. Die Teilpension wird beim zuständigen Pensionsversicherungsträger beantragt.

Quellen & weiterführende InformationenÖsterreich.gv.at: Teilpension ↗
Arbeitslosengeld: geringfügiger Zuverdienst
Gilt bereitsSeit 1. Jänner 2026· Arbeit

Die Kombination von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe mit geringfügiger Beschäftigung ist stark eingeschränkt. Ausnahmen bestehen unter gesetzlich festgelegten Voraussetzungen, etwa bei bestimmten vorher bestehenden Beschäftigungen oder längeren AMS-Schulungen.

Was bedeutet das im Alltag?
Ein Zuverdienst kann den Leistungsanspruch beeinflussen. Vor Aufnahme oder Fortsetzung einer Beschäftigung die Ausnahme mit dem AMS klären.

Quellen & weiterführende InformationenAMS: Zuverdienst und Ausnahmen ↗
Mieten: Erhöhungsgrenzen und Befristung
Beschlossen2-%-Grenze 2027; weitere Regeln seit 2026· Wohnen

Im mietzinsgeregelten Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes sind Anhebungen 2027 auf höchstens 2 % begrenzt. Für vom neuen Modell erfasste Wertsicherungen wird Vorjahresinflation bis 3 % voll berücksichtigt, der darüberliegende Teil nur zur Hälfte. Eine wirksame Wertsicherungsvereinbarung bleibt Voraussetzung. Bei unternehmerischer Vermietung beträgt die Mindestbefristung für erfasste Neuverträge und Verlängerungen seit 2026 fünf Jahre; für nichtunternehmerische Kleinvermieter bestehen Ausnahmen.

Was bedeutet das im Alltag?
Das ist keine allgemeine Deckelung aller Wohnkosten. Betriebskosten und viele Genossenschaftsmieten fallen nicht unter dieselbe Regel. Bei 4 % maßgeblicher Inflation ergibt das allgemeine Modell 3,5 %.

Quellen & weiterführende InformationenSozialministerium: Mietrechtsänderungen ↗
Energieausweis: mehr Angaben bei Vermietung
Gilt bereitsSeit 1. Juli 2026· Wohnen

Auch bei Verlängerung eines Bestandvertrags ist ein Energieausweis auszuhändigen. In erfassten Anzeigen sind zusätzliche Angaben zur Gesamtenergieeffizienzklasse vorgesehen; als Indikatoren werden Heizwärmebedarf und Endenergiebedarf genannt.

Was bedeutet das im Alltag?
Mieter und Käufer sollen die Energieeigenschaften von Objekten besser vergleichen können. Tatsächliche Energiekosten hängen zusätzlich von Nutzung, Energiepreisen und Abrechnung ab.

Quellen & weiterführende InformationenEnergieausweis-Vorlage-Gesetz ↗
Strom-Sozialtarif für berechtigte Haushalte
Gilt bereitsSeit 1. April 2026· Energie

Anspruch setzt eine ORF-Beitragsbefreiung sowie weitere gesetzliche Voraussetzungen voraus. Für das jährliche Grundkontingent von 2.900 kWh gilt derzeit ein Energiepreis von 6 Cent netto je kWh. Der Referenzwert wird jährlich valorisiert. Netzentgelte, Steuern und Abgaben kommen hinzu.

Was bedeutet das im Alltag?
Anspruch und Zählpunktzuordnung überprüfen. Eine ORF-Befreiung allein genügt nicht in jedem Fall; für die Übermittlung an den Stromlieferanten müssen die erforderlichen Daten vorliegen.

Quellen & weiterführende InformationenWirtschaftsministerium: Sozialtarif ↗
Paketsteuer für große Versandhändler
Gilt bereitsZustellungen mit Steuerschuld nach 30. September 2026· Konsum

Erfasste Paketzustellungen im Inland unterliegen einer Steuer von 2 €. Steuerschuldner ist der Versandhandelsunternehmer, dessen entsprechende Inlandsumsätze im vorherigen Wirtschaftsjahr 100 Millionen Euro überschritten haben.

Was bedeutet das im Alltag?
Kunden melden diese Steuer nicht selbst beim Finanzamt. Ob Händler Kosten über Preise oder Versand weitergeben, ist eine wirtschaftliche Frage. Die Steuer ist vom EU-Zoll auf Nicht-EU-Kleinsendungen zu unterscheiden.

Quellen & weiterführende InformationenBMF: Paketsteuer ↗
Verbraucherkredite und Ratenkauf
Beschlossen20. November 2026· Konsum

Das neue Verbraucherkreditrecht erfasst zusätzlich viele Kleinkredite, unentgeltliche Kreditierungen und digitale Zahlungsaufschübe. Es erweitert Informationspflichten und verschärft Bonitätsprüfungen. Bei negativer Kreditwürdigkeitsprüfung ist Kreditvergabe untersagt. Für bestimmte automatisierte Prüfungen bestehen Informationsrechte und ein Recht auf menschliches Eingreifen. Ausnahmen hängen etwa von Anbietergröße und Zahlungsdauer ab.

Was bedeutet das im Alltag?
Auch vermeintlich kostenlose Ratenmodelle können stärker geprüft werden. Vor Abschluss Gesamtbetrag, Gebühren, Rückzahlung und Folgen verspäteter Zahlung vergleichen.

Quellen & weiterführende InformationenVerbraucherkreditrechts-Änderungsgesetz ↗
Recht auf Reparatur
Gilt bereitsSeit 1. Oktober 2026· Konsum

Für bestimmte Produktgruppen besteht eine Herstellerpflicht zur Reparatur auch außerhalb der Gewährleistung, kostenlos oder zu einem angemessenen Preis. Eine vorherige Fremdreparatur allein darf kein Ablehnungsgrund sein. Ein europäisches Reparaturformular kann Preis und Dauer klar festhalten; bei Nutzung ist das Angebot grundsätzlich 30 Tage bindend. Bei Reparatur wird die Gewährleistungsfrist verlängert.

Was bedeutet das im Alltag?
Reparaturmöglichkeiten vor einem Neukauf prüfen. Die Regeln bedeuten keinen kostenlosen Reparaturanspruch für jedes Produkt und jeden Defekt.

Quellen & weiterführende InformationenWarenreparaturrichtlinie-Umsetzungsgesetz ↗
Pickerl: längere Prüfintervalle
Beschlossen19. Mai 2027· Mobilität

Für die Fahrzeugklassen, die bisher unter die 3:2:1-Regel fallen, werden die Begutachtungsintervalle auf 4:2:2:2:1 verlängert. Grundsätzlich bedeutet das: erste Prüfung nach vier Jahren, anschließend drei Zweijahresabstände und danach jährliche Prüfung.

Was bedeutet das im Alltag?
Bei bereits zugelassenen Fahrzeugen die Übergangsbestimmungen und die konkrete nächste Fälligkeit prüfen. Eine bestehende Fälligkeit nicht eigenständig ohne Abklärung verschieben.

Quellen & weiterführende Informationen42. KFG-Novelle ↗
Private Nutzung elektrischer Firmenwagen
Beschlossen1. Jänner 2027; zweite Stufe 2028· Mobilität

Bei erfasster Privatnutzung eines arbeitgebereigenen Fahrzeugs mit null Gramm CO₂ pro Kilometer beträgt der monatliche Sachbezug 2027 0,375 % der Anschaffungskosten einschließlich Umsatzsteuer und gegebenenfalls NoVA, höchstens 180 €. Ab 2028 sind es 0,625 %, höchstens 300 €.

Was bedeutet das im Alltag?
Der Sachbezug ist ein Wert für die Abrechnung, nicht die Höhe der Steuer. Die Nettobelastung hängt vom Einkommen und den konkreten Abrechnungsregeln ab.

Quellen & weiterführende InformationenSachbezugswerteverordnung 2026 ↗
E-Scooter: Ausrüstung und Alkoholgrenze
Gilt bereitsSeit 1. Mai 2026· Mobilität

E-Scooter benötigen Blinker und Klingel. Unter 16 Jahren gilt Helmpflicht. Zulässig ist nur eine Person auf dem Scooter; Güter dürfen nicht transportiert werden. Die Alkoholgrenze beträgt 0,5 Promille. Radwege dürfen weiterhin benutzt werden.

Was bedeutet das im Alltag?
Vor Kauf und Nutzung die gesetzeskonforme Ausstattung prüfen. Produktwerbung und Bedienungsanleitungen ersetzen keine Prüfung der österreichischen Verkehrsregeln.

Quellen & weiterführende InformationenParlament: Neue Regeln ab Mai ↗
Krypto: Transaktionsdaten werden gemeldet
Gilt bereitsDaten ab 2026; erste Meldungen 2027· Digitales

Das Krypto-Meldepflichtgesetz setzt DAC8 und den internationalen CARF-Melderahmen um. Erfasste Anbieter erheben Kunden- und Transaktionsdaten. Meldungen sind grundsätzlich bis 31. Juli des Folgejahres elektronisch zu übermitteln: erstmals 2027 für 2026.

Was bedeutet das im Alltag?
Belege für Käufe, Verkäufe, Tauschvorgänge, Transfers und Erträge sichern. Anbieterberichte ersetzen keine eigene Steuererklärung. Meldepflicht, Besteuerung und Zugriff auf selbstverwahrte Wallets sind unterschiedliche Fragen.

Quellen & weiterführende InformationenRIS: Krypto-Meldepflichtgesetz ↗
Einweg-E-Zigaretten und Nikotinprodukte
BeschlossenGestaffelt 2026, teilweise 31. Dezember 2026· Gesundheit

Die kundgemachte TNRSG-Novelle erfasst neue tabakfreie Nikotin- und verwandte Erzeugnisse, enthält das Verbot elektronischer Einweg-Zigaretten und präzisiert das Versandhandelsverbot. Bestimmungen treten teilweise am 20. August und teilweise am 31. Dezember 2026 in Kraft.

Was bedeutet das im Alltag?
Handel und Käufer müssen Produktregeln und Übergänge beachten. Die Novelle ist kein pauschales Verbot sämtlicher wiederverwendbarer E-Zigaretten.

Quellen & weiterführende InformationenTNRSG-Novelle ↗
Elektronischer Eltern-Kind-Pass
BeschlossenEinführung ab 1. Oktober 2027· Familie

Der elektronische Eltern-Kind-Pass wird österreichweit eingeführt. Bei ab 1. Oktober 2027 neu festgestellten Schwangerschaften wird er grundsätzlich ärztlich angelegt. Für spät festgestellte Schwangerschaften und den Wechsel bei bestehenden Papierpässen bestehen Übergangsregeln. Der Zugang erfolgt über ID Austria.

Was bedeutet das im Alltag?
Bestehende Papierdokumentation und vorgeschriebene Untersuchungsnachweise weiter aufbewahren. Ein digitales Angebot hebt Untersuchungspflichten nicht auf.

Quellen & weiterführende InformationenOffizielle Einführung und Übergänge ↗
Unterstützungsfonds für Alleinerziehende
Gilt bereitsSeit 1. Juli 2026· Familie

Ein Unterstützungsfonds ermöglicht Leistungen für betroffene Alleinerziehenden-Haushalte bei ausbleibenden Unterhaltszahlungen oder Hinterbliebenenleistungen für Halbwaisen.

Was bedeutet das im Alltag?
Bei ausbleibenden Zahlungen die Anspruchsvoraussetzungen und Antragsmöglichkeiten prüfen. Die Leistung steht nicht automatisch jeder alleinerziehenden Person zu.

Quellen & weiterführende InformationenUnterstützungsfondsgesetz ↗
Entgelttransparenz: Umsetzung noch offen
GeplantEU-Berichtsfristen teilweise 2027· Arbeit

Die EU-Richtlinie sieht bessere Informationen zum Einstiegsgehalt, Auskünfte über vergleichbare Entgelte und objektive Gehaltskriterien vor. Laut ministerieller Antwort vom 30. September 2026 befand sich der österreichische Entwurf noch in Regierungskoordinierung. Erste EU-Berichtsfristen für Arbeitgeber ab 150 Beschäftigten liegen im Juni 2027.

Was bedeutet das im Alltag?
Die EU-Vorgaben sind beschlossen, die vollständige österreichische Umsetzung wurde im geprüften Stand nicht belegt. Neue individuelle Rechte nicht pauschal als bereits voll umgesetzt darstellen; das bestehende Gleichbehandlungsrecht gilt weiter.

Quellen & weiterführende InformationenMinisterielle Antwort vom 30.09.2026 ↗
Videoplattformen: Schutz unter 14-Jähriger
GeplantAngestrebt überwiegend 1. Jänner 2027· Digitales

Ein begutachteter Entwurf sieht Zugangskontrollen für unter 14-Jährige bei Video-Sharing-Plattformen mit besonders jugendgefährdenden Funktionen vor. Er soll kein pauschales Verbot sämtlicher Internetdienste schaffen.

Was bedeutet das im Alltag?
Der endgültige Beschluss und die tatsächlichen Starttermine sind vor Anwendung erneut zu prüfen. Der genannte Termin ist ein Planungsdatum.

Quellen & weiterführende InformationenÖsterreich.gv.at: Begutachtungsentwurf ↗
Aktivpension: kundgemacht, Start 2027
Beschlossen1. Jänner 2027; kundgemacht am 16. Oktober 2026· Pension

Die Aktivpension ist im Bundesgesetzblatt I Nr. 88/2026 vom 16. Oktober 2026 kundgemacht. Der Aktivitätsfreibetrag nach § 105a EStG gilt für begünstigte aktive Einkünfte ab 1. Jänner 2027. Er beträgt höchstens 1.250 € pro Monat beziehungsweise 15.000 € bei zwölf begünstigten Monaten. Das Regelpensionsalter und weitere gesetzliche Voraussetzungen müssen erfüllt sein. Neben Arbeitnehmern können auch aktiv Selbstständige erfasst sein.

Was bedeutet das im Alltag?
Der Freibetrag reduziert die Steuerbemessungsgrundlage; er ist keine Auszahlung. Die individuellen Versicherungszeiten und Nachweise bleiben zu prüfen. Der bisherige Hinweis „Kundmachung nicht verifiziert“ ist durch den amtlichen Nachweis überholt.

Gezielt geprüft am .

Gezielt geprüft am .

Digitale Kassenbelege: Papier bleibt möglich
Gilt bereitsSeit 1. Oktober 2026· Konsum

Seit 1. Oktober 2026 erleichtert § 132a BAO die elektronische Belegerteilung an der Registrierkasse. Der Beleg kann übermittelt oder direkt vor Ort mit einem Endgerät ausgelesen werden. Er muss weiterhin im Zusammenhang mit der Barzahlung erstellt, signiert und zugänglich gemacht werden. Kundinnen und Kunden dürfen einen Papierbeleg verlangen: unmittelbar oder nachträglich bis zum Geschäftsschluss desselben Tages.

Was bedeutet das im Alltag?
Digitale Belege rechtzeitig speichern. Für einen später verlangten Papierbeleg den Einkauf etwa mit Betrag und Uhrzeit präzisieren. Die Erleichterung schafft die Belegerteilungspflicht nicht ab.

Quellen & weiterführende InformationenBMF: digitale Belegmitnahme und Recht auf Papier ↗

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Schmutzzulage: Klarstellung für 2027 geplant
GeplantBegutachtung 21. Oktober bis 3. November 2026; vorgesehen ab 2027· Arbeit

Das BMF hat am 22. Oktober eine Klarstellung im Entwurf des Abgabenänderungsgesetzes 2026 erläutert: Die steuerliche Begünstigung soll künftig unabhängig davon zustehen, wer den Aufwand für die Beseitigung der Verschmutzung trägt. Die Anpassung ist für 2027 vorgesehen. Der Entwurf befindet sich in Begutachtung und ist noch kein geltendes Gesetz.

Was bedeutet das im Alltag?
Aus der Ankündigung folgt keine allgemeine Steuerfreiheit jeder Zulage und keine rückwirkende Entlastung für 2026. Für die aktuelle Lohnabrechnung bleiben die geltenden Voraussetzungen maßgeblich.

Gezielt geprüft am .

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Franky, Sabine und Milo – das MR.INCOME-Team
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